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Cybersecurity July 15, 2026

Microsoft Patch Tuesday Juli 2026: 570 Lücken und drei Zero-Days

Der Microsoft Patch Tuesday Juli 2026 schließt 570 Lücken und drei Zero-Days. Zwei werden aktiv ausgenutzt – das sollten Admins jetzt zuerst patchen.

Microsoft Patch Tuesday Juli 2026: 570 Lücken und drei Zero-Days

Der Microsoft Patch Tuesday im Juli 2026 sprengt alle Rekorde: Microsoft schließt an einem einzigen Tag 570 Sicherheitslücken. Darunter sind drei Zero-Days, von denen zwei bereits aktiv angegriffen werden. Für Administratoren bedeutet das: Priorisieren und schnell patchen.

Microsoft Patch Tuesday Juli 2026: 570 Lücken auf einen Schlag

Die Zahl ist außergewöhnlich. Kein regulärer Patch-Day zuvor umfasste so viele Fixes. 59 der Schwachstellen stuft Microsoft als „kritisch” ein. 48 davon erlauben die Ausführung von Schadcode aus der Ferne (Remote Code Execution), neun ermöglichen eine Rechteausweitung.

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Insgesamt entfallen 254 der Lücken auf die Kategorie Elevation of Privilege. Angreifer nutzen solche Fehler gern in der zweiten Phase eines Angriffs, um von einem gekaperten Standardkonto zu Administratorrechten zu gelangen. Nicht mitgezählt sind 468 Edge- und Chromium-Fehler, die Google separat behoben hat.

Drei Zero-Days beim Microsoft Patch Tuesday – zwei aktiv ausgenutzt

Ein Zero-Day ist eine Lücke, die vor dem Patch öffentlich bekannt oder bereits im Einsatz war. Genau drei solcher Fälle stopft Microsoft diesmal.

CVE-2026-56155: Rechteausweitung in den ADFS

Diese aktiv ausgenutzte Lücke steckt in den Active Directory Federation Services. Laut Microsoft erlaubt eine unzureichend granulare Zugriffskontrolle einem berechtigten Angreifer, seine Rechte lokal auszuweiten. In Umgebungen mit zentralem Single Sign-on ist das besonders heikel.

CVE-2026-56164: SharePoint ohne Authentifizierung angreifbar

Auch dieser Fehler wird bereits ausgenutzt. In Microsoft SharePoint Server fehlt eine Authentifizierung für eine kritische Funktion. Dadurch kann ein nicht angemeldeter Angreifer über das Netzwerk höhere Rechte erlangen. SharePoint bleibt damit ein Dauerbrenner – erst kürzlich sorgte eine andere Lücke für Ärger, wie wir im Beitrag zur SharePoint-Schwachstelle CVE-2026-45659 beschrieben haben.

CVE-2026-50661: BitLocker-Schutz umgehbar

Der dritte Zero-Day war öffentlich bekannt, aber noch nicht ausgenutzt. Über einen Fehler in Windows BitLocker lässt sich der Verschlüsselungsschutz aushebeln. Angreifer mit physischem Zugriff könnten so an verschlüsselte Daten gelangen. Wer sensible Dateien mobil transportiert, sollte ergänzend auf robuste Hardware setzen – unser Ratgeber zu verschlüsselten USB-Sticks und externen SSDs zeigt passende Geräte.

Was Admins jetzt beim Microsoft Patch Tuesday tun sollten

Die schiere Menge macht eine Priorisierung nötig. Die beiden aktiv ausgenutzten Zero-Days gehören zuerst installiert. Danach folgen die kritischen RCE-Lücken auf exponierten Systemen wie SharePoint- oder ADFS-Servern.

  • Zuerst CVE-2026-56155 und CVE-2026-56164 einspielen.
  • Öffentlich erreichbare SharePoint-Instanzen gesondert prüfen.
  • BitLocker-Geräte mit den neuen Updates absichern.
  • Danach die restlichen kritischen Fixes ausrollen.

Testet die Updates kurz in einer Staging-Umgebung, bevor ihr sie breit verteilt. Bei 570 Fixes lohnt sich ein gestaffelter Rollout. So bleibt der Betrieb stabil und die kritischsten Lücken sind trotzdem zügig geschlossen.

Quellen

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