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Crypto July 23, 2026

Wanchain Bridge-Hack: 10 Mio Dollar aus Cardano-BNB-Brücke erbeutet

Der Wanchain Bridge-Hack leerte 515 Mio NIGHT-Token (~10 Mio Dollar) aus der Cardano-BNB-Brücke. Ursache: eine wiederverwendete Signatur. Was Anleger lernen sollten.

Wanchain Bridge-Hack: 10 Mio Dollar aus Cardano-BNB-Brücke erbeutet

Wieder eine Cross-Chain-Bridge, wieder ein Millionenschaden: Der Wanchain Bridge-Hack vom 21. Juli 2026 hat rund 515 Millionen NIGHT-Token im Wert von etwa 10 Millionen US-Dollar aus der Brücke zwischen Cardano und BNB Chain abfließen lassen. Einzelne Medien beziffern den Schaden je nach angesetztem NIGHT-Kurs auf bis zu 13 Millionen Dollar. Der Angriff dauerte nur wenige Minuten. Und die Ursache ist ein Lehrstück darüber, wie fragil solche Brücken sein können.

Wanchain Bridge-Hack: Was genau passiert ist

Nach Angaben des Sicherheitsdienstleisters BlockSec, dessen Phalcon-Monitor den Vorfall meldete, floss das Geld in nur vier Transaktionen über rund acht Minuten ab. Der Angreifer leitete die Token in eine Cardano-Wallet und tauschte anschließend etwa 90 Prozent über dezentrale Börsen (DEX) in andere Werte. Betroffen waren laut den Berichten rund 97 Prozent der NIGHT-Reserven der Brücke.

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Wanchain pausierte daraufhin die Interoperabilitätsschicht. Die Midnight Foundation stellte klar, dass der Vorfall auf die Drittanbieter-Brücke von Wanchain begrenzt blieb und weder das Midnight-Protokoll noch dessen Validatoren oder Kern-Infrastruktur berührte.

Die technische Ursache: eine wiederverwendete Signatur

Der Kern des Problems war ein Fehler bei der Kodierung signierter Nachrichten. Die Prüfkomponente der Brücke setzte die zu signierende Nachricht zusammen, indem sie 14 unterschiedlich lange Felder ohne Trennzeichen und ohne Längenangaben einfach aneinanderreihte. Das öffnete die Tür für eine sogenannte Signatur-Wiederverwendung: Eine legitime Signatur, die auf der BNB Chain nur etwa 3.110 NIGHT freigab, ließ sich für eine Cardano-Auszahlung von über 203 Millionen NIGHT missbrauchen – mehr als das 65.000-Fache des eigentlich autorisierten Betrags.

Solche Fehler sind kein exotischer Sonderfall. Der aktuelle Trend zeigt, dass Angreifer immer seltener komplizierte Smart-Contract-Logik knacken und stattdessen Schwächen bei Signaturen, Schlüsseln und Prozessen ausnutzen. Wer die Hintergründe vertiefen will, findet in unserem Überblick zu den Krypto-Hacks 2026 die größeren Zahlen dazu.

Warum Bridges ein beliebtes Ziel bleiben

Bridges verwalten oft große Token-Reserven an einer zentralen Stelle. Genau das macht sie attraktiv. Ein einziger Logikfehler in der Signaturprüfung kann ausreichen, um fast die gesamte Reserve zu leeren. Hinzu kommt: Nach dem Diebstahl sind die Mittel meist schnell über DEX-Swaps verteilt, was eine Rückholung erschwert. Der Kursverlauf von NIGHT zeigte die typische Reaktion – zunächst ein Einbruch von bis zu 50 Prozent, dann eine teilweise Erholung.

Was Anleger daraus mitnehmen sollten

  • Bridge-Risiko ernst nehmen: Token nicht länger als nötig in einer Brücke oder auf einer Plattform liegen lassen.
  • Selbstverwahrung prüfen: Wer Werte langfristig hält, sollte über eine sichere Hardware-Wallet zur Selbstverwahrung nachdenken, statt Guthaben dauerhaft in fremden Kontrakten zu belassen.
  • Auf Sicherheits-Audits achten: Transparente, unabhängig geprüfte Protokolle sind kein Freifahrtschein, aber ein sinnvolles Auswahlkriterium.

Klartext zum Schluss: Der Wanchain Bridge-Hack ist kein Angriff auf Cardano selbst, sondern auf eine externe Brücke. Doch er erinnert daran, dass jede zusätzliche Schicht zwischen zwei Blockchains auch eine zusätzliche Angriffsfläche ist.

Quellen

Dranbleiben

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