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Künstliche Intelligenz July 30, 2026

Nvidia investiert 5 Milliarden Dollar in Safe Superintelligence

Nvidia steckt bis zu fünf Milliarden Dollar in Safe Superintelligence, das KI-Labor von Ilya Sutskever – für ein Start-up ganz ohne Produkt. Was dahintersteckt.

Nvidia investiert 5 Milliarden Dollar in Safe Superintelligence

Nvidia beteiligt sich an Safe Superintelligence (SSI), dem KI-Labor von Ilya Sutskever – Berichten zufolge mit bis zu fünf Milliarden Dollar. Die gemeinsame Mitteilung beider Unternehmen vom 27. Juli 2026 spricht offiziell von einer „substanziellen Investition” und nennt keine Summe; die Fünf-Milliarden-Marke stammt aus der Berichterstattung. Für den Chipkonzern ist es ein weiterer Milliardencheck an ein KI-Start-up – bemerkenswert bei einer Firma, die bis heute kein einziges Produkt verkauft.

Was hinter Safe Superintelligence steckt

Safe Superintelligence wurde 2024 in den USA und Israel gegründet. Mitgründer und CEO ist Ilya Sutskever, der frühere Chef-Wissenschaftler von OpenAI und Miterfinder von AlexNet. Zum Gründungsteam gehörten außerdem Daniel Gross und Daniel Levy; Gross verließ SSI 2025, heute führen Sutskever und Levy das Labor. Das Labor verfolgt einen ungewöhnlichen Ansatz: Es will keine Zwischenprodukte veröffentlichen, sondern erst dann liefern, wenn eine „sichere Superintelligenz” fertig ist. SSI nennt sich selbst das „weltweit erste Straight-Shot-SSI-Labor”.

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Bislang lief die Forschung auf Googles TPU-Chips. Mit dem Nvidia-Deal verlagert SSI einen großen Teil seiner Rechenbasis in Richtung Nvidia-Hardware – ein strategischer Punkt, denn Nvidia sichert sich so nicht nur Anteile, sondern auch einen weiteren großen Abnehmer für seine Beschleuniger.

Vera Rubin bringt den Rechenschub

Im Zuge des Deals setzt SSI künftig auf Nvidias Vera-Rubin-Plattform, die kombinierte CPU-GPU-Systeme umfasst. Laut den Unternehmen soll sich die verfügbare Rechenleistung dadurch „um eine Größenordnung” erhöhen, also grob verzehnfachen. Nvidia-Chef Jensen Huang lobte Sutskever als Pionier grundlegender KI-Durchbrüche „angefangen bei AlexNet”. Sutskever selbst sprach davon, man habe „Forschung, die es wert ist, hochskaliert zu werden”.

Ein Muster: Chip-Riesen kaufen sich in KI-Labore ein

Der Deal reiht sich in einen klaren Trend ein. Erst wenige Tage zuvor hatte AMD angekündigt, bis zu fünf Milliarden Dollar in Anthropic zu investieren. Die Chiphersteller verschaffen sich damit nicht nur Beteiligungen an vielversprechenden Laboren, sondern auch garantierte Abnehmer für ihre teuren Beschleuniger. Für Nvidia ist es zudem nicht das erste Mal, dass ein Investment an eine Zusage gekoppelt ist, die eigenen GPUs zu nutzen.

Der Blick fürs Detail lohnt sich trotzdem. SSI hat Berichten zufolge inzwischen rund sieben Milliarden Dollar eingesammelt und wird mit etwa 32 Milliarden Dollar bewertet – ohne ein marktreifes Produkt. Das zeigt, wie stark die Erwartungen an einzelne Personen und Ideen im KI-Markt gerade sind. Wer die Entwicklung praktisch nachvollziehen will, muss nicht auf Milliarden-Cluster warten: Schon mit passender Hardware für lokale KI-Modelle lassen sich moderne LLMs zu Hause betreiben.

Wie ernst der Wettlauf um KI-Rechenleistung ist, zeigen auch Neueinsteiger im Chipgeschäft – etwa das KI-Chip-Startup Etched, das Nvidias Dominanz angreifen will.

Quellen

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