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Tech-News September 4, 2026

Teams und Outlook starten nicht: Windows-Update KB5121003 trifft ARM-PCs

Teams und Outlook starten nicht mehr auf ARM-Windows-PCs nach KB5121003. Microsoft bestätigt den Fehler, nennt einen Workaround – der in Firmen hakt.

Teams und Outlook starten nicht: Windows-Update KB5121003 trifft ARM-PCs

Microsoft hat ein neues bekanntes Problem bestätigt: Teams und Outlook starten nicht mehr auf ARM-basierten Windows-PCs, nachdem das August-Sicherheitsupdate KB5121003 installiert wurde. Betroffen sind Geräte wie Surface Pro 11 und Surface Laptop 7. Der Fehler ist eingegrenzt, ein Workaround existiert – und er führt über eine Stelle, an der viele Unternehmensumgebungen absichtlich eine Sperre haben.

Was Microsoft bestätigt

Der Eintrag im Windows Release Health Dashboard wurde am 1. September eröffnet und steht auf „Mitigated”. Nach Installation der Windows-Sicherheitsupdates ab dem 11. August 2026 (KB5121003, OS-Build 26100.9168) können Microsoft Teams und das neue Outlook für Windows auf ARM-Geräten nicht starten oder schließen sich unerwartet. Betroffen sind Windows 11 in den Versionen 24H2, 25H2 und 26H1; Server-Systeme sind nicht betroffen.

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Wichtig für die Einordnung: Das klassische Outlook, Word, Excel und andere Anwendungen laufen normal. Der Fehler tritt laut Microsoft vor allem auf neuen oder frisch aufgesetzten PCs auf, die noch keine Updates aus dem Microsoft Store installiert haben.

Der Workaround

Microsoft nennt die Ursache nicht, aber den Ausweg: Im Microsoft Store unter „Downloads” auf „Nach Updates suchen” klicken und das Paket „Auto Super Resolution Package” in Version 1.0.19.0 oder neuer installieren. Dieses Paket ist eigentlich für die KI-Bildskalierung in Spielen auf Copilot+-PCs gedacht – dass ausgerechnet ein Grafik-Paket Teams und Outlook wieder zum Laufen bringt, deutet auf eine Abhängigkeit im Paketmodell der Store-Apps hin. Eine dauerhafte Korrektur soll mit einem künftigen Windows-Update kommen.

Nicht das einzige August-Problem

Die August-Updates haben eine ungewöhnlich lange Liste an Nebenwirkungen hinterlassen. Auf demselben Dashboard stehen unter anderem: zurückgesetzte Maus-Einstellungen auf nicht-englischen Windows-Installationen nach KB5120998 vom 27. August (Status „Confirmed”), falsche Meldungen „Microsoft Defender Antivirus ist deaktiviert” nach den jüngsten Defender-Updates sowie ein inzwischen gelöstes Problem mit abstürzenden Spielen, das Microsoft auf den Treiber inpoutx64 von RGB-Beleuchtungs-Peripherie zurückführt. Dazu kamen laut BleepingComputer Druckprobleme durch .NET-Framework-Updates.

Was das für dich bedeutet

Aus der Praxis-Perspektive ist der eigentliche Punkt nicht der Bug, sondern der Weg zur Lösung. Der Workaround setzt voraus, dass der Microsoft Store erreichbar ist und Updates ziehen darf. Genau das ist in vielen verwalteten Umgebungen per Richtlinie unterbunden – aus guten Gründen. Ein frisch per Autopilot ausgerolltes Surface, auf dem der Store gesperrt ist, hat damit ein Teams-Problem, das der Nutzer nicht selbst beheben kann. Der Helpdesk wiederum sieht ein Gerät, auf dem zwei Kern-Apps nicht starten, und wird zuerst das Update verdächtigen, nicht ein Grafik-Paket.

Zweiter Punkt: ARM-Geräte sind in vielen Unternehmen noch eine Minderheit. Testringe für Updates bestehen typischerweise aus x64-Standardgeräten. Ein Fehler, der nur ARM trifft und nur auf frisch installierten Systemen auftritt, rutscht so leicht durch jeden Pilot – er fällt erst beim Rollout an neue Mitarbeiter auf.

Nach über 25 Jahren mit Windows-Updates bleibt meine Einschätzung: Die Sicherheitsupdates trotzdem installieren. Ein nicht startendes Teams ist ärgerlich, eine ungepatchte Lücke ist ein Risiko. Aber der Rollout an ARM-Geräte verdient diesmal einen zweiten Blick.

Praxis-Tipps für Admins

  • Bestand ermitteln. Über Intune oder das Inventar alle ARM64-Geräte mit Windows 11 identifizieren – auch die, die noch im Lager liegen.
  • Imaging-Prozess anpassen. Bei frisch aufgesetzten Geräten das Store-Update für das Auto-Super-Resolution-Paket vor der Übergabe an den Nutzer einspielen, solange der Windows-Fix aussteht.
  • Store-Sperre prüfen. Ist der Store per Richtlinie blockiert, braucht es einen Weg für dieses Paket – etwa über die Store-App-Verteilung in Intune – oder man wartet bewusst auf den Windows-Fix und informiert den Helpdesk.
  • Testring erweitern. Mindestens ein ARM-Gerät und ein frisch installiertes System gehören in den Pilotring.
  • Termin im Kalender: Windows 11 24H2 Home und Pro erhalten ab dem 13. Oktober 2026 keine Updates mehr. Wer noch auf 24H2 ist, sollte den Wechsel auf 25H2 einplanen.

Wer sich gerade ohnehin mit der Frage x64 oder ARM beschäftigt, findet in unserem Ratgeber zu Laptops für Entwickler eine Einordnung. Und wie Teams-Admins externe KI-Notetaker aussperren, hatten wir zuletzt hier beschrieben: KI-Meeting-Bots in Teams.

Quellen

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