Mit MiniMax M3 bringt das Shanghaier Labor MiniMax ein neues offenes KI-Modell auf den Markt. Es erschien am 1. Juni 2026. Außerdem zielt es klar auf Entwickler: starke Coding-Fähigkeiten, ein riesiges Kontextfenster und native Multimodalität stecken in einem einzigen Open-Weight-Modell. Damit fordert MiniMax die teuren Spitzenmodelle direkt heraus.
Was MiniMax M3 besonders macht
Im Zentrum steht ein Kontextfenster von einer Million Token. Folglich kann das Modell ganze Codebasen oder lange Dokumente am Stück verarbeiten. Zudem arbeitet MiniMax M3 multimodal und versteht damit nicht nur Text. Vor allem aber wurde es für agentische Aufgaben und Softwareentwicklung optimiert.
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Technisch setzt MiniMax auf eine neue Sparse-Attention-Architektur namens MSA. Diese senkt den Rechenaufwand pro Token bei einer Million Kontext auf ein Zwanzigstel der Vorgängergeneration. Darüber hinaus verspricht der Anbieter ein mehr als neunfach schnelleres Prefill und ein über fünfzehnfach schnelleres Decoding. Kurz gesagt: Das Modell soll große Kontexte deutlich effizienter handhaben.
Benchmarks fordern die Spitze heraus
Die Messwerte sind bemerkenswert. So erreicht MiniMax M3 auf SWE-Bench Pro einen Wert von 59,0 Prozent. Damit übertrifft es nach Angaben des Labors sowohl GPT-5.5 als auch Gemini 3.1 Pro. Außerdem nähert es sich Claude Opus 4.7 an. Auf Terminal-Bench 2.1 kommt das Modell zudem auf 66,0 Prozent.
Diese Zahlen ordnen sich in einen klaren Trend ein. Denn offene Modelle aus China holen weiter auf. Erst kürzlich sorgte GLM-5.2 von Zhipu AI für ähnliche Schlagzeilen.
Niedrige Kosten als Kampfansage
Besonders aggressiv ist die Preisgestaltung. Über die MiniMax-API kostet M3 zeitweise nur 0,30 US-Dollar pro Million Eingabe-Token. Für Ausgabe-Token werden 1,20 US-Dollar pro Million fällig. Damit liegt das Modell bei einem Bruchteil der etablierten Anbieter. Folglich wird leistungsstarke KI für viele Teams erschwinglicher.
Zudem will MiniMax offene Gewichte und einen technischen Bericht nachreichen. Beides soll auf Hugging Face und GitHub erscheinen. Damit könnten Entwickler das Modell anschließend selbst hosten und anpassen.
Einordnung
MiniMax M3 zeigt, wie schnell sich der Markt für offene Modelle bewegt. Neue Releases erscheinen inzwischen fast im Zwei-Tage-Takt. Vor allem die Kombination aus hoher Coding-Leistung, langem Kontext und niedrigem Preis macht MiniMax M3 interessant. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich das Modell im Praxisalltag bewährt. Denn Benchmarks und reale Projekte klaffen oft auseinander.
Quellen
- VentureBeat: MiniMax-M3 debuts
- DataNorth: MiniMax M3 – Open-Weight Frontier Model with 1M Context
- Fello AI: MiniMax M3 Release Date & Sparse Attention
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