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Künstliche Intelligenz Oktober 17, 2026

ServiceNow AI Passport: Ein Ausweis für KI-Agenten zur Laufzeit

ServiceNow AI Passport gibt KI-Agenten ein signiertes Credential, das ihre Rechte zur Laufzeit begrenzt. Was dahintersteckt und was du jetzt tun kannst.

ServiceNow AI Passport: Ein Ausweis für KI-Agenten zur Laufzeit

Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und automatisiert veröffentlicht.

Der ServiceNow AI Passport soll KI-Agenten zur Laufzeit einen Ausweis verpassen: ein kryptografisch signiertes Credential, das festlegt, welche Daten, Werkzeuge und Aktionen ein Agent überhaupt anfassen darf. ServiceNow hat die Lösung am 15. Oktober 2026 angekündigt. Das klingt nach Marketing, trifft aber ein Problem, das in vielen Unternehmen gerade entsteht – und zwar schneller, als die Governance nachkommt.

Was ServiceNow angekündigt hat

Laut der Pressemitteilung ist AI Passport eine neue Autorisierungsschicht. Sie legt an jedem Punkt eines Multi-Agenten-Workflows fest, was KI-Agenten und MCP-Server tun dürfen. Ausgestellt wird der Ausweis vom „Super Intelligence Control Tower“ und mit dem Unternehmenskontext verknüpft: CMDB, GRC-Richtlinien und Workflow-Freigaben.

  • Bleibt der Agent im Rahmen seines Passes, arbeitet er ungehindert weiter.
  • Weicht er ab, greifen abgestufte Reaktionen – umleiten, einschränken, mit korrektem Kontext neu versorgen.
  • Im Ernstfall greift der bereits vorhandene Kill Switch, der den Agenten beendet.

AI Passport setzt laut ServiceNow auf offenen Spezifikationen auf, damit auch fremde Governance-Werkzeuge, Identity Provider und Durchsetzungspunkte Credentials ausstellen und prüfen können. Welche Spezifikationen das konkret sind, nennt die Ankündigung nicht. NVIDIA ist als Design- und Launch-Partner dabei und baut die Durchsetzung auf der NVIDIA Open Agent Safety Platform mit OpenShell und dem Sentry-Framework. Daneben kündigt ServiceNow Shadow-AI-Erkennung, Zugriffs-Mapping und ein AI-Kostenmanagement an. Wichtig für die Erwartungshaltung: AI Passport ist noch nicht verfügbar – ServiceNow erwartet die Verfügbarkeit noch im laufenden vierten Quartal 2026.

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Was der ServiceNow AI Passport für dich bedeutet

Aus CISO-Sicht ist das kein neues Thema, sondern ein altes in neuem Gewand. Wir haben 25 Jahre damit verbracht, Dienstkonten im Active Directory einzusammeln, die irgendwann einmal „nur für einen Test“ zu viele Rechte bekommen haben. Genau dieses Muster wiederholt sich jetzt mit Agenten: Sie bekommen einen Token, ein API-Konto, einen MCP-Zugang – und niemand schreibt mit, wer das freigegeben hat und wie weit es reicht.

Interessant am Ansatz ist deshalb nicht der Begriff „Pass“, sondern die Verschiebung vom Audit-Trail zur Vorab-Autorisierung – so jedenfalls stellt ServiceNow es dar. Ein Audit-Log zeigt, was passiert ist. Ein geprüftes Credential verhindert idealerweise, dass es passiert. Besonders bei fremden Agenten ist das relevant, weil man sonst auf die Selbstauskunft des Agenten über seine eigenen Rechte angewiesen ist – und das ist, höflich gesagt, keine Sicherheitsarchitektur.

Trotzdem bleibt Skepsis angebracht. Die Durchsetzung steht und fällt mit der Datenqualität der Quelle: Wer eine unvollständige CMDB hat, stellt eben Pässe auf Basis unvollständiger Annahmen aus. Und ein Credential-Modell, das nur innerhalb einer Plattform greift, verlagert das Problem lediglich. Dass ServiceNow die Spezifikation offen hält, ist genau deshalb der interessanteste Satz der ganzen Ankündigung – ob daraus ein echter Standard wird, entscheidet sich erst, wenn andere Anbieter mitziehen. Wie schnell solche Agenten-Schnittstellen selbst zum Angriffsziel werden, hat zuletzt die OAuth-Lücke im MCP Python SDK gezeigt.

Drei Schritte, die du jetzt gehen kannst

Du musst auf kein Release warten, um den Kern dieser Idee umzusetzen. Drei Dinge gehen sofort:

  • Agenten-Inventar anlegen. Liste jeden produktiv laufenden KI-Agenten, jeden MCP-Server und jedes zugehörige Dienstkonto mit Besitzer, Zweck und Freigabedatum. Eine einfache Tabelle genügt für den Anfang – sie ist mehr, als die meisten Betriebe heute haben.
  • Rechte zurückschneiden. Prüfe pro Agent, welche Scopes sein Token wirklich braucht. Ein Agent, der Tickets liest, braucht kein Schreibrecht auf das Verzeichnis. Lesend starten, Schreibrechte einzeln begründen.
  • Notbremse vorbereiten. Dokumentiere für jeden Agenten, wie man seinen Zugang in unter fünf Minuten entzieht – Token widerrufen, Konto deaktivieren, Integration abschalten. Und teste es einmal, bevor du es brauchst.

Damit hast du im Kleinen, was ServiceNow im Großen verkauft: Identität, begrenzter Umfang, Widerruf. Wer sich tiefer in KI- und Security-Grundlagen einlesen will, findet in meinen Buchempfehlungen zu KI und Security passende Einstiege.

Quellen

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